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Hilfreich und verboten: Was steckt hinter diesem Metall?

Aus unserer Serie: Kolloidale Metalle

 

Um organisches Germanium ranken sich einerseits vielfältige Berichte über Heilerfolge, es wird als ein ganz besonderes Metall gepriesen. Andererseits ist sein Verkauf behördlich verboten, da es als anorganisches Germanium bei hoher Dosis giftig sein kann.

Wie so oft, liegt auch hier die Wahrheit in der Mitte: Auf die Verbindung kommt es an. Denn das reine Element nehmen wir nicht zu uns, es sind immer Germaniumverbindungen.

In der Natur werden die auf und in der Erde vorkommenden Elemente in Lösung gebracht. Bei vielen Elemente ist das einfach – es gibt aber auch chemische Elemente, bei denen dies sehr schwierig ist oder aber die Konzentrationen in den Lösungen sehr gering ist. Aussschlaggebend dafür ist die Gitterenergie von Elementen/Metallen und deren Reaktionsfreudigkeit. Wie bei uns Menschen gibt es auch bei den Metallen reaktionsfreudige und weniger reaktionsfreudige Elemente. Und das hat Einfluss auf die Beziehung und Verbindung zu anderen.

 

Germanium und Germaniumverbindungen

Ob ein Element im Körper nützlich oder schädlich ist, hängt also von der Verbindung und der eingesetzten Menge ab. In Aussagen wie „Die Menge macht das Gift“ steckt eine Menge Wahrheit. Neben der Menge spielt ebenso die Verbindung des Metalls mit anderen Elementen eine entscheidende Rolle, wenn es um Nutzen oder Schaden geht.

 

Unterschiede zwischen organischem Germanium und anorganischem Germanium

Organisches Germanium kommt als Verbindung mit Kohlenstoff vor – anorganisches ohne Kohlenstoff. Letzteres ist für den Körper schädlich und kann bei der Einnahme zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen.

Anorganische Germaniumverbindungen, die sich im Körper ablagern können und ab einer gewissen Menge giftig sind:

  • Germaniumdioxid
  • Germaniumtetrachlorid
  • Germaniumiodid
  • Germaniumhydrid
  • Germaniumzitratlaktat*

*das Germaniumatom ist nicht mit Kohlenstoff direkt verbunden sondern mit Sauerstoff, deshalb ist es eine anorganische Verbindung und nicht, wie oft fälschlicherweise behauptet, eine organische Verbindung

Im Gegensatz dazu sind organisches Germanium und seine Verbindungen wasserlöslich und werden somit über den Urin wieder ausgeschieden. In Japan ist organisches Germanium ein bekanntes und anerkanntes Heilmittel für eine Vielzahl von Beschwerden.

Wichtig: Berichte über Nebenwirkungen und „Giftigkeit“ beziehen sich ausschließlich auf anorganische Verbindungen.

 

Wichtige Meilensteine in der Forschung

  • 1871: Der russische Chemiker Dmitri Mendelejew entwirft das Periodensystem und vermutet, dass es ein Element mit den Eigenschaften von Germanium gibt, was aber noch nicht nachgewiesen war
  • 1886: Der deutsche Chemiker Clemens Winkler weist Germanium erstmals in Freiberg nach. Deshalb der Name (lat. Germania = Deutschland)
  • 1945: Der Japaner Dr. Kazuhiko Asai gründet eine Stiftung für Kohleforschung in Japan
  • 1952: Dr. Asai entdeckt das Element in einigen Heilpflanzen, weshalb er eine gesundheitliche Wirkung annimmt
  • 1966: Der russische Chemiker Dr. V. Mironov entdeckt als erster organisches Germanium
  • 1967: Dr. Asai und seinem Team gelingt die Herstellung der organischen Verbindung Carboxyethylgermanium-Sesquioxid
  • 1968: Dr. Asai gründet das Asai Germanium Research Institute und eine Germanium-Klinik im japanischen Kawasaki

 

Dr. Asai konnte als erster Forscher organisches Germanium aus anorganischem Germanium gewinnen. Damit wurde der Grundstein für seine Klinik in Japan und das angeschlossene Forschungsinstitut gelegt, wo bis heute zu dem Thema geforscht wird. Nach seinem Tod wurde die Klinik geschlossen.

 

Germanium-Sesquioxid ist am besten erforscht

Es gibt eine Vielzahl von organischen Germaniumverbindungen, wobei die bekannteste und am besten erforschte Carboxyethylgermanium-Sesquioxyd ist. 

Die Sicherheit dieser Verbindung wurde sehr oft bestätigt. Dies ist auch die Verbindung, die Dr. Asai damals synthetisierte. Deshalb wird sie in Japan auch Asaigermanium genannt. Weiter ist sie unter folgenden Namen bekannt:

    • β -Bis-Carboxyethylgermanium sesquioxide (chemische Bezeichnung)
    • 2-carboxyethylgermanium sesquioxide (chemische Bezeichnung)
    • poly- trans -[(2-carboxyethyl) germasesquioxane] (chemische Bezeichnung)
    • Ge-132 (Entwicklungsnummer im Forschungsinstitut von Dr. Asai)
    • Repagermanium (international verwendeter Name)

Germanium in der Natur

In organischer und anorganischer Verbindung kommt es in Zink-Erzen, Kohle, Germanit und anderen Mineralien vor. Es wird hauptsächlich als Nebenprodukt in der Kohle-, Zink- und Aluminiumindustrie gewonnen. Das Element kommt weltweit vor, wird aber vor allem in China, Russland und in den USA abgebaut.

Das Metall kommt auch in vielen Lebensmitteln vor, meist nur in winzigsten Spuren. Pflanzen besitzen die Fähigkeit, Germanium aus dem Boden zu ziehen und anzureichern. Tiere essen Pflanzen, reichern und konzentrieren immer mehr davon und damit gelangt es über unsere Pflanzennahrung oder Fleisch in unseren Körper.
Einige Pflanzen enthalten relativ viel Germanium, z. B. Goji-Beeren, Ginseng, Shiitake-Pilze, Aloe Vera und Knoblauch. Diese Pflanzen werden häufig in der Naturheilkunde, u. a. in der traditionell chinesischen Medizin verwendet. Der Germaniumgehalt von Pflanzen schwankt natürlicherweise, je nachdem wie viel von dem Metall im Boden enthalten ist. Daher lässt sich kein fixer Wert bestimmen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung geht davon aus, dass der Mensch über die Nahrung täglich rund 1.5 mg Germanium aufnimmt. Wie viel davon bioverfügbar für den Stoffwechsel ist und genutzt werden, lässt sich nur schätzen.

Wirkungen von organischem Germanium

    • antioxidativ
    • entgiftend
    • schmerzlindernd
    • entzündungshemmend
    • aktiviert das Immunsystem, speziell T-Zellen, Makrophagen, Neutrophile, Lymphokine und Interferone
    • steigert die Sauerstoffverwertung, Energieproduktion in den Zellen/Organen
    • verbessert Durchblutung und Mikrozirkulation
    • hilft bei Bindung und Ausscheidung von Schwermetallverbindungen

Anwendungsgebiete für organisches Germanium

    • Osteoporose
    • Verbesserung der Blutfließeigenschaften (Viskosität)
    • Rheumatoide Arthritis
    • Arteriosklerose und damit verbundene Herzkreislauferkrankungen
    • Schlaganfall
    • Augenkrankheiten (Glaukom, grauer Star, Netzhautablösung etc.)
    • Lungenerkrankungen, Asthma, Bronchtitis, Lungenemphysem
    • Depression

Aufnahme von organischem Germanium

Bei Nahrungsaufnahme gelangt es über den Dünndarm ins Blut und von dort über den Blutkreislauf zu den Organen und Zellen, wobei es nicht abgelagert wird. Nach ca. 24 Stunden wird das organische Germanium (Pflanzen) über den Urin wieder ausgeschieden.

Kolloidales Germanium ist weder anorganisches noch organisches Germanium

Als schwebendes Kolloid gelangt und wirkt es im Körper in seiner reinsten Form mit Partikelgrößen von 1 – 20nm. Hergestellt im Hochvolt-Plasmaverfahren gelangen die winzigen Germanium Kolloide über die Mundschleimhaut oder den Darm ins Blut und von dort zu den Organen und Zellen. Kolloidales Germanium lagert sich nicht im Gewebe ab, geht keine Verbindungen mit anderen Elementen ein, hat keine Nebenwirkungen und ist überdosierungsfrei. Kolloidales Germanium verbleibt Tage oder Wochen im Körper, solange wie es energetisch aufgeladen ist und im Stoffwechsel benötigt wird.

Nebenwirkungen von organischem Germanium

In Europa sind vier Fälle bekannt, bei denen die Einnahme von Germaniumzitratlakt zu Nierenversagen und dann zum Tod führte. Die Dosen variierten von 25 bis 47 g täglich über eine Laufzeit von 2 bis 30 Monaten. Germaniumzitratlaktat wird oftmals organisch gekennzeichnet, ist aber tatsächlich ein anorganisches Germanium.

Laut Dr. Asai kann die Einnahme von Carboxyethylgermanium-Sesquioxyd zu Durchfall führen, wenn zu intensive Entgiftungs- und Ausleitungsprozesse im Körper aktiviert werden. In der Regel sind die Symptome nach 3 bis 14 Tagen vorüber.